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Für 2012 wird allseits eine Zunahme des Privatkonsums in der Schweiz erwartet. Vor allem tiefe Zinsen und die anhaltende Zuwanderung beflügeln die Erwartungen. Lag der UBS-Konsumindikator im Januar 2012 noch bei 0,93 Punkten, konnte im Februar diesen Jahres ein leichter Rückgang auf 0,87 Punkten verzeichnet werden. Dennoch wird dieser Rückgang als nicht dramatisch bewertet, denn dieser liegt nach wie vor über den ehemaligen Tiefwerten vom Herbst 2011.

Positiv wird indes in der Veröffentlichung des neuen UBS-Konsumindikators jedoch die Konsumaussichten beschrieben. Diese waren bereits in den letzten Jahren ein wichtiger Halt in der Wirtschaft. Eine geringfügige Verbesserung der Konsumentenstimmung und die zwar langsam, aber stetig zunehmenden Verkäufe von Neuwagen stützen zwar den Indikator, dennoch können dadurch die abwertenden Impulse derzeit nicht ausgeglichen werden. Nach Angaben der Großbank ist allerdings in diesem Jahr davon auszugehen, dass der Privatkonsum um etwa 1,2 Prozent zunehmen wird. Damit bleiben die privaten Haushalte derzeit die wichtigste Stütze im Wirtschaftswachstum der Schweiz. Dennoch bleibt weiterhin der starke Franken als vakantes Problem vorhanden, wovon vor allem der Detailhandel und die Tourismusbranche (Hotelübernachtungen, etc.) nach wie vor stark betroffen sind. Der Privatkonsum ist ein Spiegelbild der schweizer Gesamtwirtschaft. 2011 wurde ein Wachstum von 0,4 Prozent im ersten Quartal erzielt, im vierten Quartal jedoch sank dieser Wert auf 0,1 Prozent. Durch dieses antizyklische Verhalten wird ein Abrutschen in die Rezession verhindert.

Bild: twicepix, CC